Die psychische Gesundheit von Trance Channeler!
Trance Channeling – Erfahrungen sind in vielen Kulturen verbreitet und gerade in den letzten Jahren hat das wissenschaftliche Interesse, Trance Channeling Erfahrungen zu untersuchen, noch weiter zugenommen [1]. Das Studium der Beziehung zwischen Spiritualität und psychischer Gesundheit ist ein Gebiet der Psychiatrie, und es ist wichtig, spirituelle Erfahrungen von visionärer sowie transzendentaler Natur zu untersuchen, da diese mit psychotischen Erfahrungen verwechselt und für eine Schizophrenie gehalten werden könnten [2].
Eine wichtige wissenschaftliche Forschungsfrage ist, inwieweit sich Trance Channeling – Erfahrungen von psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie und Dissoziationsstörungen unterscheiden. Eine dissoziative Identitätsstörung (DID) ist eine Persönlichkeitsstörung, bei welcher zwei oder mehr Persönlichkeiten vorhanden sind, und wird begleitet von den klinischen Symptomen der DID-Amnesie, Depersonalisation, Derealisation, Verwirrung und Identitätsänderung [3].
Zustände der Dissoziation sind jedoch nicht immer pathologisch, wo sie zu Zuständen der Derealisation sowie Depersonalisation führen, sondern sind auch in nicht pathologischen Formen wie der Highway Hypnose sowie bei Tagträumen vertreten [3]. Um Unterschiede oder gegebenenfalls Gemeinsamkeiten zwischen Trance Channeling – Erfahrungen sowie psychischen Erkrankungen herauszufinden, verwendeten Wissenschaftler Screening Fragebögen sowie Methoden der funktionellen Bildgebung des Gehirnes [1, 2, 4, 6].
Wissenschaftliche Untersuchungen von Trance Channeling – Erfahrungen mit Screening Fragebögen
In verschiedenen wissenschaftlichen Studien wurden Trance Channeling – Erfahrungen verglichen mit psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel der dissoziativen Identitätsstörung, indem die Symptome mit Screening Fragebögen gemessen wurden und das Ergebnis zeigte, dass Trance Channeler zwar höhere Symptomniveaus als die Kontrollgruppe zeigten, jedoch erreichten die Symptomniveaus der Trance Channeler keinen pathologischen Wert [1, 2, 4, 5].
Trance Channeler haben im Vergleich zu Patienten mit einer dissoziativen Identitätsstörung (DID) keine amnestischen Episoden, denn sie erinnern sich an ihre Channeling – Erfahrungen [1]. Die Wissenschaftler stellten innerhalb der Studien fest, dass Menschen mit Trance Channeling – Erfahrungen gut angepasste sowie hochfunktionale Individuen sind und sie scheinen einen positiven Nutzen aus ihren Channeling – Erfahrungen zu erhalten, da sie ihre Erfahrungen als vorteilhaft sowie inspirierend beschrieben [1, 2].
Wissenschaftliche Untersuchungen über Methoden der funktionellen Bildgebung des Gehirnes
Trance Channeler wurden mit der Methode der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) untersucht, wobei die Aktivierungsmuster der sensorischen Bereiche der Trance Channeler einige Ähnlichkeiten mit schizophrenen Patienten zeigten, sich jedoch aber deutlich unterschieden an der Beteiligung des präfrontalen Kortex, welcher möglicherweise das Fehlen von psychiatrischen Symptomen erklärt [6]. In einem bidirektionalen Informationsaustausch mit dem mediodorsalen Kern des Thalamus und weiten Teilen der übrigen Großhirnrinde steht der präfrontale Kortex, welcher bei einer Schizophrenie Erkrankung weniger aktiv ist [7, 8].
Unterschiede von Trance Channeler – Erfahrungen zu psychischen Erkrankungen [1]
- die meisten Trance Channeler erreichen den Grenzwert für psychische Erkrankungen nicht
- Trance Channeler empfinden ihre Erfahrungen als wohltuend, sinnvoll sowie positiv bezogen auf ihr Leben
- Trance Channeler haben eine Kontrolle über den Trancezustand und ihre Erfahrung
- Trance Channeler gehen davon aus, dass „andere Identitäten“ oder „nicht physische Wesen“ ihren Körper nutzen und durch sie kommunizieren
- „andere Identitäten“ sind für Trance Channeler Verstorbene, Engel, Devas usw.
- Trance Channeler erhalten persönliche Botschaften, Anleitungen für spirituelles sowie persönliches Wachstum sowie Antworten zu wissenschaftlichen Themen
- Trance Channeler gehen davon aus, dass ihre Heilfähigkeiten sowie die Bereitstellung von Informationen wertvoll oder therapeutisch für ihre Klienten sind
Aus den Erfahrungen der Trance Channeler ergeben sich weitere Forschungsthemen für Wissenschaftler, welche den Ursprung der Trance Channeler – Erfahrungen, die Quelle der „anderen Identitäten“ und die Genauigkeit der Informationen, welche die Trance Channeler von den „anderen Identitäten“ erhalten betreffen.

Quellen:
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1. Adrian Parker (2015). The jungle of hypnotic PSI: Part 1. Research on hypnosis relevant to PSI. Journal of Parapsychology, 79(1), x-xx.
2. Adrian Parker (2015). The jungle of hypnotic PSI: Part 2. Research on relationships between PSI and hypnosis. Journal of Parapsychology, 79(1), x-xx.
3. Helane Wahbeh and Dean Radin (2018). People reporting experiences of mediumship have higher dissociation symptom scores than non-mediums, but below thresholds for pathological dissociation. F1000Research.
4. Alexander Moreira-Almeida et al. (2007). Dissociative and Psychotic Experiences in Brazilian Spiritist Mediums. Psychother Psychosom, 76:58–59, DOI: 10.1159/000096366.
5. Alexander Moreira-Almeida et al. (2008). Comparison of Brazilian Spiritist Mediumship and Dissociative Identity Disorder. The Journal of Nervous and Mental Disease , Volume 196, Number.
6. Alexander Moreira-Almeida et al. (2017). Neural correlates of psychotic-like experiences during spiritual-trance state. Psychiatry Research: Neuroimaging.
7. Hans - Otto Karnath u. Peter Thier (2012). Kognitive Neurowissenschaften. Springer Verlag Berlin – Heidelberg.
8. Dick Swaab (2013). Wir sind unser Gehirn - Wie wir denken, leiden und lieben. KNAUR